Haarausfall nach der Geburt
„Wachsen meine Haare überhaupt wieder nach?“ Frauenärztin Dr. Elena Berger erklärt, was nach der Geburt mit deinen Haaren passiert
Plus: die Irrtümer, die sie in ihrer Praxis immer wieder hört, und was du selbst für deine Kopfhaut tun kannst.
Plötzlich liegen Haare in der Dusche, in der Bürste, auf dem Kissen. Für viele Frauen kommt das wenige Monate nach der Geburt völlig unerwartet. Wir haben mit Dr. med. Elena Berger, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, darüber gesprochen, was dahintersteckt und wann man sich Sorgen machen sollte.
Frau Dr. Berger, wie häufig erleben Sie Haarausfall nach der Geburt in Ihrer Praxis?
„Haarausfall nach der Geburt ist tatsächlich ein Thema, das sehr viele Frauen betrifft.
Was viele überrascht: Die Haare fallen meistens nicht direkt nach der Entbindung aus. Häufig beginnt es erst zwei bis vier Monate später.
Viele meiner Patientinnen beschreiben mir dann dieselbe Situation: Sie stehen unter der Dusche, waschen sich die Haare und haben plötzlich deutlich mehr Haare als gewöhnlich in den Händen. Andere bemerken es beim Bürsten oder daran, dass sich ihr Pferdeschwanz auf einmal dünner anfühlt.
Für viele Frauen ist das zunächst ein richtiger Schock. Gerade weil sie während der Schwangerschaft oft besonders schöne und volle Haare hatten.
Medizinisch sprechen wir dabei vom sogenannten postpartalen telogenen Effluvium. Das klingt kompliziert, beschreibt aber einen häufigen und normalerweise vorübergehenden Prozess.“
Was passiert dabei im Körper?
„Um das zu verstehen, muss man wissen, dass unsere Haare verschiedene Wachstumsphasen durchlaufen.
Während der Schwangerschaft ist der Östrogenspiegel erhöht. Dadurch bleiben mehr Haare länger in ihrer Wachstumsphase. Das ist übrigens auch der Grund, warum viele Frauen während ihrer Schwangerschaft das Gefühl haben, besonders dichtes und kräftiges Haar zu haben.
Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel wieder. Dadurch wechseln viele Haare ungefähr gleichzeitig in ihre Ruhephase. Einige Monate später fallen diese Haare aus.
Das bedeutet aber nicht, dass die Haarwurzeln abgestorben sind. Die Haarfollikel sind in der Regel weiterhin vorhanden und können neue Haare produzieren.
Das ist eine wichtige Information, denn viele Frauen haben Angst, dass die verlorenen Haare niemals zurückkommen.“
Wann ist das normal, und ab wann sollte eine Frau zur Ärztin gehen?
„Wenn der Haarausfall einige Monate nach der Geburt beginnt und sich gleichmäßig über den Kopf verteilt, handelt es sich häufig um einen normalen hormonellen Prozess.
Bei vielen Frauen lässt der verstärkte Haarausfall innerhalb von etwa sechs Monaten wieder nach. Bis die ursprüngliche Haarfülle zurückkehrt, kann es allerdings länger dauern.
Trotzdem rate ich Frauen, Veränderungen ernst zu nehmen. Wenn der Haarausfall sehr stark ist, länger als sechs Monate anhält oder kahle Stellen entstehen, sollte man die Ursache ärztlich untersuchen lassen.
Auch Beschwerden wie ausgeprägte Müdigkeit, Herzrasen oder ungewöhnliche Gewichtsveränderungen können Hinweise darauf sein, dass mehr dahintersteckt. Beispielsweise können Eisenmangel oder Schilddrüsenprobleme ebenfalls Haarausfall verursachen.
Nicht jeder Haarausfall nach einer Schwangerschaft ist automatisch hormonell bedingt.“
Welche Sorgen hören Sie von Patientinnen am häufigsten?
„Die häufigste Sorge lässt sich eigentlich in einem einzigen Satz zusammenfassen: ‚Wachsen meine Haare überhaupt wieder nach?‘
Viele Frauen haben Angst, dass ihre Haare dauerhaft dünn bleiben. Andere erzählen, dass sie sich kaum noch trauen, ihre Haare offen zu tragen, weil der Scheitel plötzlich breiter aussieht oder die Schläfen lichter geworden sind.
Was ich besonders häufig beobachte, ist die emotionale Belastung. Nach einer Geburt verändert sich ohnehin unglaublich viel. Der Körper fühlt sich anders an, der Schlaf fehlt und der Alltag wird komplett auf den Kopf gestellt.
Wenn dann auch noch die Haare ausfallen, kann das sehr am Selbstbewusstsein nagen. Manche Frauen schämen sich sogar dafür, dass sie das so sehr beschäftigt.
Dabei sage ich immer: Nur weil du gerade Mutter geworden bist, bedeutet das nicht, dass dir dein eigenes Aussehen plötzlich egal sein muss. Diese Sorgen sind absolut nachvollziehbar.“
Welche Irrtümer begegnen Ihnen immer wieder?
„Da gibt es tatsächlich einige.
Der erste Irrtum lautet: ‚Wenn meine Haare jetzt ausfallen, bleiben sie für immer weg.‘ Das stimmt in den meisten Fällen nicht. Der typische Haarausfall nach der Geburt ist vorübergehend.
Der zweite Irrtum ist: ‚Ich brauche einfach nur das richtige Shampoo.‘ Shampoos können die Haare pflegen und ihnen optisch mehr Volumen verleihen. Aber ein Shampoo allein kann den hormonellen Prozess nach einer Geburt nicht aufhalten.
Der dritte Irrtum lautet: ‚Je mehr Vitamine ich nehme, desto schneller wachsen meine Haare wieder.‘ Auch das ist nicht richtig. Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein entsprechender Mangel besteht.
Und dann gibt es noch einen Irrtum, den ich besonders wichtig finde: ‚Ich muss einfach abwarten und kann überhaupt nichts tun.‘ Hier muss man unterscheiden. Den normalen hormonell bedingten Haarausfall kann man durch eine Pflegeroutine nicht einfach verhindern. Aber man kann seine Haare schonend behandeln, auf eine ausgewogene Ernährung achten und die Kopfhaut gesund halten.
Es geht also nicht darum, den Körper zu etwas zu zwingen, sondern ihn während dieser Veränderung vernünftig zu begleiten.“
Was können Frauen selbst für sich und ihre Kopfhaut tun?
„Mein erster Rat lautet immer: Macht eure Haarpflege nicht komplizierter, als sie sein muss. Gerade mit einem Neugeborenen fehlt vielen Frauen schlichtweg die Zeit für aufwendige Routinen.
Ich empfehle deshalb, auf ein paar grundlegende Dinge zu achten.
Erstens: Behandelt eure Haare möglichst schonend. Vermeidet starkes Ziehen beim Bürsten, sehr enge Frisuren und übermäßige Hitze.
Zweitens: Achtet auf eure Ernährung. Der Körper benötigt ausreichend Energie, Eiweiß und wichtige Nährstoffe. Gerade nach einer Schwangerschaft sollte man mögliche Mangelzustände im Blick behalten.
Drittens: Vergesst eure Kopfhaut nicht. Eine gesunde Kopfhaut gehört zu einer guten Haarpflege dazu. Reinigt sie regelmäßig und achtet auf Veränderungen wie Juckreiz, Rötungen oder Schuppen. Eine sanfte Kopfhautmassage kann außerdem angenehm sein und dabei helfen, sich bewusst ein paar Minuten Zeit für sich selbst zu nehmen. Allerdings sollte man wissen, dass eine Massage den hormonell bedingten Haarausfall nicht nachweislich stoppt.
Und viertens: Setzt auf eine Routine, die ihr langfristig durchhalten könnt. Ihr braucht nicht zehn verschiedene Produkte. Eine einfache, schonende Haarpflege ist meistens vollkommen ausreichend.
Und wenn der Haarausfall ungewöhnlich stark ist oder euch Sorgen macht, lasst die Ursache medizinisch abklären.“
Was möchten Sie jeder frischgebackenen Mama sagen?
„Dein Körper hat in den vergangenen Monaten Unglaubliches geleistet. Und er braucht Zeit, um sich wieder umzustellen.
Wenn du morgens vor dem Spiegel stehst und merkst, dass dein Pferdeschwanz dünner geworden ist oder du plötzlich mehr Kopfhaut siehst, kann ich verstehen, dass dich das belastet. Du darfst das ernst nehmen. Du darfst dich um deine Haare kümmern und dir wünschen, dich wieder genauso wohlzufühlen wie früher.
Aber bitte verliere dabei nicht die Geduld mit deinem Körper. Bei den meisten Frauen ist dieser Haarausfall vorübergehend.
Achte auf dich, ernähre dich ausgewogen, behandle deine Haare liebevoll und hole dir ärztlichen Rat, wenn du unsicher bist.“
„Du musst nicht zwischen einer guten Mutter und einer Frau wählen, die sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlen möchte. Du darfst beides sein.“
Eine Kopfhautroutine, die in den Baby-Alltag passt
Dr. Berger empfiehlt keine bestimmten Produkte. Ihre Ratschläge lassen sich aber gut zusammenfassen: die Kopfhaut nicht vergessen, sanft massieren, sich ein paar Minuten Zeit für sich nehmen und eine einfache Routine wählen, die man durchhält, statt zehn Produkte.
Genau hier setzt Lumée an. Eine Sache vorweg, ganz ehrlich: Den hormonell bedingten Haarausfall nach der Geburt verhindert Lumée nicht. Das kann keine Pflegeroutine. Lumée ist eine Kopfhautpflege, die in einen vollen Mama-Alltag passt.
Die Dreifach-Fokus-Technologie
Rotlicht, Massage und Pflege treffen sich direkt an der Kopfhaut.
- Öl-Applikator. Dein eigenes Öl oder Serum kommt in einen 6-ml-Tank. Sechs Kugeln in der Mitte geben es erst frei, wenn sie auf die Kopfhaut drücken. Kein Öl an den Fingern, auch dann nicht, wenn dein Baby plötzlich wach wird und auf den Arm will.
- Massagefunktion. Massagezähne arbeiten sich sanft durch das Haar bis auf die Kopfhaut. Drei Modi, darunter eine ruhige 10-Minuten-Massage.
- Rotlicht. Rotlicht mit 630 nm sitzt am selben Bürstenkopf und leuchtet auf die Stelle, an der die Bürste gerade aufliegt.
Ein Gerät statt mehrerer Produkte, und zehn Minuten, die nur dir gehören.
Wie es einer Mama im Alltag damit geht
Laura, 29, hatte nach der Geburt ihrer Tochter fünf Produkte im Bad und hat davon vielleicht zwei regelmäßig benutzt. Mit Lumée hat sie zum ersten Mal eine Routine gefunden, die sie durchhält.
„Lieber eine Sache, die du regelmäßig in deinen Alltag bekommst, als fünf Produkte, bei denen du nach zwei Wochen keine Lust mehr hast.“
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- 14 Tage Widerrufsrecht
Du darfst dich um deine Haare kümmern. Und du darfst es dir dabei leicht machen.
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Dr. med. Elena Berger hat im Interview allgemeine medizinische Fragen beantwortet und empfiehlt keine bestimmten Produkte. Lumée ist ein Pflege- und Wellness-Gerät für die Kopfhaut und kein Medizinprodukt. Es dient nicht der Diagnose oder Behandlung von Krankheiten und verhindert keinen hormonell bedingten Haarausfall. Bei starkem, plötzlichem oder anhaltendem Haarausfall wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.